ever dream... Fanfictions written by Camryn

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Ever Dream


Ich starre auf die Straße, betrachte die gelegentlich vorbeifahrenden Autos. Sie fahren vorbei wie mein Leben, das ich nicht mehr lebe, verschwinden wie die verblassende Erinnerung an dich. Du bist nicht hier und du wirst auch niemals hier sein, du wirst mich niemals berühren oder die Worte in mein Ohr hauchen, die ich so gerne von dir hören würde. Und genauso wenig werde ich jemals die Chance haben, dir all das zu sagen, was ich schon so lange fühle, was ich immer zu verbergen gesucht habe, sogar vor mir selbst. Es zerfrisst mich innerlich, dir täglich zuzusehen, deine Stimme zu hören und dich zu meinem Gott zu machen, wenn ich doch weiß, dass du viel zu weit entfernt bist. Zu weit weg, um mir nahe zu sein.

Das Gras unter mir wird langsam braun, es ist Herbst und die Blätter fallen von den Bäumen wie unerfüllte Wünsche oder unbeendete Gedanken, endgültig und vernichtend. Es ist erstaunlich, dass sie so bunt schillern, wenn sie doch fallen. Vielleicht wissen sie es nicht besser, vielleicht spüren sie es nicht. Ich wünschte, ich könnte diese Gedanken genauso verdrängen, wie der Baum seine Blätter abwirft, sanft aber bestimmt. Ich will nicht vergessen, ich will nur Ruhe finden. Die Zeit mit dir könnte wie eine Seite im Fotoalbum sein, eine schöne Erinnerung, die dennoch abgeschlossen ist.
Doch es geht nicht. Ich kann nicht damit abschließen, vielleicht will ich es auch gar nicht. Auch wenn ich darunter leide - du gibst mir so viel, selbst wenn es verrückt klingt. Du bist alles für mich, die Verkörperung aller Perfektion, der Anfang und das Ende. Man kann dieses Gefühl nicht vergleichen, es ist einzigartig und nicht nachvollziehbar.

Ich wünsche mir so sehr, noch einmal das Gefühl haben zu dürfen, von dir geküsst zu werden, noch einmal deine Berührungen auf meiner Haut zu spüren und deinen Duft einzuatmen. So wie damals, genau an dieser Stelle. Das ist unser Platz, weißt du noch? Es ist so lange her, doch ich weiß noch jedes Detail, nur dein Geruch verblasst langsam, genau wie das Gefühl deiner Lippen auf meinen. All das verschwindet mit der Zeit, doch ich bin noch nicht bereit, loszulassen.

Der kühle Herbstwind streicht über die Felder, es ist kühl, doch es stört mich nicht. Das Gras unter meiner Haut ist warm, wenn auch nur weil ich es so will. Damals, an diesem Tag im Frühling, war es warm von den Sonnenstrahlen, die darauf fielen. Es war der Anfang und das hier ist das Ende. Ich weiß nicht, was der Herbst beendet. Das Leben, eine Beziehung, das Festhalten an einer Erinnerung? Dieses Leben war zu lange viel zu schön, diese Beziehung zu intensiv und die Erinnerung zu erfüllend, um auch nur einen winzigen Teil davon wegzuwerfen.

Ich höre sie sagen, finde eine neue Liebe. Trenne dich, jetzt und hier, du gibst nur. Es wird niemals eine Zeit kommen, in der ich tatsächlich etwas zurückbekomme, das weiß ich und damit habe ich mich vielleicht sogar abgefunden. Wahrscheinlich ist es sogar besser, wenn du meine Tränen nicht siehst, wenn du nicht weißt, wie schlecht es mir inzwischen geht, wenn ich an dich denke. Du willst das nicht, höre ich dich sagen, vielleicht ist es dir aber auch egal. Diese Gedanken, sie lassen mich nicht mehr los. Gedanken an dich, an dein Leben, an mein Leben und die Entfernung, die dazwischen liegt.

Manchmal scheinst du wie ein Trugbild, das bloße Abbild nackter Perfektion, unerreichbar und schön wie der tiefblaue Nachthimmel, unter dem ich so manche Nacht wach lag.
Was ist passiert? Inzwischen bist du mir fremd geworden, doch ich kann dich nicht gehen lassen, oder das, was zurückgeblieben ist. Doch was ist das schon? Du warst niemals bei mir. Du, der Traum meiner schlaflosen Nächte.

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